
Folge 339 · · 47 Min.
„Bonds are back again."

Fünf Prozent weniger Staatsverschuldung mit Bundesschätzen
„Bonds are back again“, weist #MarkusStix, Sprecher der Geschäftsführung der Österreichischen Bundesfinanzierungsagentur (#OeBFA) im Gespräch mit dem Podcast GELDMEISTERIN auf die Attraktivität von (Staats)Anleihen angesichts der gestiegenen Verzinsung hin.
Aktuell sind österreichische, zehnjährige Staatsanleihen mit 3,66 Prozent verzinst, deutsche Staatsanleihen mit 3,38 Prozent. Und wenn man weiter in der Zinskurve geht, wenn man beispielsweise in Richtung 30 Jahre geht, dann ist Österreich bei 3,99 Prozent.
Fast rund um den Globus steigen die Staatsschulden. Österreich zum Beispiel muss zum heutigen Stand laut WIFO Jahr für Jahr 30 Milliarden Euro refinanzieren. Und der überwiegende Teil der neu aufgenommenen Schulden wird dafür benötigt, die Zinsen für die hohen Staatsschulden zu bedienen.
Je mehr die Staatsschulden steigen, desto mehr verlieren die Kreditgeber das Vertrauen in die Rückzahlungsfähigkeit des jeweiligen Staates und fordern eine umso höhere Verzinsung ein. Vor allem Frankreich und Belgien bezahlen deutlich höhere Zinsen auf ihre Staatspapiere als andere Euro-Länder. Das mache die Schuldentilgung umso schwieriger.
Der Schuldenstand Österreichs lag Ende September 2026 bei 325 Milliarden Euro. Inklusive Sozialversicherungen, Länder, Gemeinden etc. sind es rund 430 Milliarden Euro. Die Staatsverschuldung von 81 Prozent des BIP könnte man um fünf Prozentpunkte auf 76 Prozent reduzieren, wenn alle 5000 öffentlichen Einheiten in Österreich ihre geschätzten 27 Milliarden liquiden Mittel nicht auf Bankkonten zwischenparken würden, sondern in kurz laufenden österreichischen Staatsanleihen, sprich Bundesschätzen, veranlagen würden.
In dieser Folge der #Geldmeisterin spricht #JuliaKistner mit #MarkusStix, Sprecher der Geschäftsführung der Österreichischen Bundesfinanzierungsagentur (#OeBFA), über den „Maschinenraum der Republik“: Wie Österreich seine Schulden finanziert, warum Staatsanleihen plötzlich wieder attraktiv sind und weshalb gutes Timing beim Schuldenmanagement allein nicht reicht.
Zum Schluss gibt der „Schatzmeister der Republik“ auch noch einen ganz persönlichen Rat: Ausgaben gut planen, Liquiditätsreserven aufbauen und möglichst früh damit beginnen, eigenes Kapital anzusparen.
Viel Hörvergnügen wünscht Julia Kistner, Podcasthost der GELDMEISTERIN, die sich über Weiterempfehlungen dieses werbefreien Kanals freut.
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Foto: OeBFA/ Bearbeitung GELDMEISTERIN